schlechter Wetterbericht
Freitag, 16. Oktober 2009
Sonntag, 11. Oktober 2009
Nach dem gestrigen Bikeputztag nahm ich das heute viel bessere Wetter gerne zur Kenntnis. Die Strassen waren bereits abgetrocknet, es war ziemlich wolkig und windig, so um die 14° Grad. Ich zog diese lange Bikehose an. Oben ein Windstoppershirt und darüber eine leichte Jacke, im Gepäck noch ein Langarmtrikot.
Schon an der ersten Steigung hatte ich dann zu warm und tauschte die Jacke durch das Langarmtrikot. So konnte ich berghoch jeweils die Ärmel nach hinten ziehen und wenn es bergrunter kühler wurde, zog ich sie wieder nach vorne, bis zu den Handschuhen.
Ich wollte eine 100% Strassentour fahren und deshalb freute ich mich auf das Kish mit den schnellen Strassenreifen. Ein paar Steigungen sollte es auch noch geben und so entschied ich mich nach einem Blick auf die Karte für folgende Höhepunkte: Kyburg, Sitzberg, Sternenberg. Die Strasse über Ottikon hoch zur Kyburg hatte ich irgendwie steiler in Erinnerung. Ich konnte heute in gutem Tempo hochradeln, was mich natürlich zusätzlich motivierte. Von der Kyburg fuhr ich dann runter nach Kollbrunn und von da der Töss entlang bis nach Turbental. Dann links weg in Richtung Bichelsee, wo der steile Anstieg auf den Sitzberg begann.
Ich mache es mir einfach. Runter nach Saland, von da Tössabwärts bis in die Stadt Winterthur und dann irgendwie nach Hause. O.K. Kette rechts und immer schön im Schwung bleiben, so lassen sich ganz einfach Kilometer sammeln... In Winterthur treffe ich dann ganz per Zufall auf einen Arbeitskollegen. Ich halte an und wir wechseln noch ein paar Worte. Dabei stelle ich fest, dass ich ziemlich Hunger hatte und für die letzten Kilometer durchaus noch etwas Nahrungsenergie gebrauchen könnte. So machte ich einen Boxenstop an einer Tankstelle und kaufte mir ein Chockito-Schokostengel und einen Erdbeer-Milchdrink. Das hat mir dann auch wirklich gut getan.
Ich suchte mir den flachest möglichen Heimweg und nahm dafür gerne noch ein paar Zusatzkilometer in Kauf, denn langsam aber sicher kam auch der Ehrgeiz auf, die 100 Kilometer Grenze zu knacken. Dieses Jahr bin ich -soweit ich mich erinnere- noch gar keine Tour über 100 Kilometer gefahren. Heute bot sich dafür eine gute Gelegenheit.
Natürlich bin ich am Schluss kaum mehr schmerzfrei gesessen und die Hand- und Schultergelenke fühlten sich arg strapaziert an. Auch der Nacken verspannte sich zusehends. An der letzten kurzen Steigung fühlten sich die Beine leer und schwer an. Ich war wirklich müde. Nach der warmen Dusche fühlte ich mich dann gleich wieder besser. Ein angenehm warmes Surren machte sich daraufhin im Körper breit. Sehr angenehm.
Nach dem gemeinsamen Abendessen schauten wir den Tatort Krimi im Fernseher und nun schliesse ich den Tag mit diesem Blogeintrag ab. Schön war's! Der Tacho sagt: 105 km., 4:40 Std., 1'110 Hm
Samstag, 10. Oktober 2009
Gestern Abend bin ich noch kurz zu Peter gefahren um ein Spezialwerkzeug abzuholen, damit ich heute das knackende Innenlager austauschen konnte.
Das Wetter war trüb, regnerisch und windig. Ein richtiger Herbsttag, wie es bisher dieses Jahr halt erst wenige gab. Nach dem späten Frühstück putzte ich zuerst das Intense mit Schlauch, Bürste und Schwamm. Dann packte ich es auf den Montageständer und baute die Kurbel ab, damit ich an das Innenlager herankomme. Mit dem richtigen Werkzeug ist das Lager schnell ausgebaut. So schlecht sieht das, was ich ausbaue, zwar gar nicht aus. Von Hand lassen sich die Lager noch gut bewegen. Vielleicht hätte etwas schmieren auch gereicht. Weil ich aber noch ein neues Lager da habe, verbaue ich doch lieber gleich das Neue.
Dann ersetze ich noch die Kette und das Ritzelpacket. Die Teile sind auch schon wieder ziemlich verschlissen und ich will sie tauschen, bevor die vorderen (teureren) Kettenblätter zu stark abgenutzt werden. Zwischen zwei Regenschauern dann eine kurze Probefahrt vor dem Haus. O.K. Alles wieder bestens. Kein Knacken mehr und eine gut funktionierende Schaltung. Alle Ziele erreicht. Nach dem Bremsen- und nun dem Schaltungsservice ist das Intense nun wirklich wieder tip-top in Schuss.
Danach wechselte ich am Kish erneut die Reifen. Ich hatte ja für das München Weekend Schwalbe Racing Ralphs aufgezogen und nun wollte ich wieder die Big Apple Strassenreifen draufhaben. Das war schnell gemacht, doch nun stand da ein dreckiges Kish mit sauberen Strassenrädern. Das geht ja auch nicht. Also putze ich auch noch rasch das Kish Titanhardtail. Danach stehen meine beiden Lieblingsfahrräder frisch herausgeputzt in der Garage. Leider regnet es noch immer. Nein, nichts mit einer Biketour.
Fotos wollte ich keine machen. So langsam weiss man ja, wie meine Bikes aussehen.
Mittwoch, 7. Oktober 2009
Morgens war es schon ungewöhnlich warm und es wurde heute nochmals ein richtig schöner Spätsommertag, mit Mittagstemperaturen um die 25, 26° Grad. Herrlich. Abends um 17:30 Uhr in kurzen Hosen und Kurzarmtrikot losfahren und den schönen Abend geniessen. Vor dem Geschäft von Jürg musste ich kurz auf ihn warten und nutzte den Moment für ein Foto. Das INTENSE Spider29 in der Abendsonne des siebten Oktobers 2009... Ich habe wieder die Lupine Beleuchtung montiert. Die Stimmung erinnert mich sehr an dieses Foto von vor zwei Jahren. Damals hatte ich das Akkupack der Beleuchtung am Vorbau. Weil nun da das GPS befestigt ist, hänge ich das Akkupack ans Oberrohr, was problemlos funktioniert. Der Tacho sagt: 38 km., 1:46 Std., 400 Hm.
Sonntag, 27. September 2009
Heute Morgen waren wir um 10:20 Uhr am Hauptbahnhof München verabredet. Wir fuhren zu viert mit dem Zug nach Kochel am See, etwa 70 Kilometer östlich von Mümchen. Dort trafen wir auf Ellen und Micha, die mit dem Auto hinfuhren und Tobi, der direkt mit dem Surly Karate Monky zum Startort gefahren ist. Ellen hat die Jochbergrunde vorgeschlagen und ich habe mir die Tour natürlich schon vor dem Wochenende auf GPS kopiert, so dass ich stets bestens im Bilde war. Das Wetter war perfekt. Sonnig und angenehm warm. Ein superschöner Herbsttag, wie gemacht für eine schöne Tour.
Der Koordinaten der heutigen Tour sind doch ganz anders als die der Gestrigen. Während gestern auf über 70 Kilometer nur 650 Höhenmeter zusammen kamen, standen heute auf gut 30 Kilometern etwa 1'000 Höhenmeter auf dem Programm. Und die Steigung ging gleich vom Parkplatz weg los. Schon bald fuhr ich auf dem kleinen Kettenblatt und in immer kürzeren Übersetzungen. Es war richtig steil und anstrengend. Zum Glück wurden diese Mühen dann später mit herrlichen Singletrails belohnt. Zuerst kam im Aufstieg ein etwa zwei Kilometer langer, leicht ansteigender Wurzelpfand, der mit etwas Geschick fast vollständig fahrbar war. Mitten Im Wald, ein Traumpfad.
Je näher wir der Hütte auf der Jochbergalm gekommen sind, desto mehr Wanderern sind wir begegnet und oben an der Hütte war dann die reinste Völkerwanderung. Heftig. Da ist an einem Sonntag viel mehr los, als in vergleichbaren Hütten in der Schweiz. Für unsere Verpflegung mussten wir bei der Selbstbedienung 30 Minuten anstehen. Aber was soll's, man will sich ja nicht beklagen. Es ist Sonntag, es ist schönes Wetter, gute Stimmung, also eigentlich alles o.k.
Nach der Pause folgte dann das Sahnestückchen des Wochenendes. Der Wanderweg zweigte schon bald ins Unterholz ab und führte immer leicht fallend der Hügelflanke entlang. Ideales Spass-Terrain. Wurzeln, Steine, keine Absprungmöglichkeiten und knifflige Passagen - alles, was mein Bikerherz höher schlagen lässt. Matthias, Daniel und ich preschten vorne weg und gönnten uns ein richtiges Singletrailflash. Die volle Dröhnung! Nur nicht anhalten, sondern immer weiterfahren und weiter geniessen. Erst als wir ganz unten aus dem Wald kommen, warten wir in der Sonne auf die Anderen. Wow! Was für eine sensationelle Abfahrt!
Letzte Forststrassen spühlten uns dann wieder in die Zivilisation und die Strassen rund um Kogel am See waren völlig überfüllt. Autos rollten oder fuhren in langsamen Kolonnen, so dass wir die kurze Strecke wo wir entlang der Strasse mussten, immer auf der Überholspur fahren konnten. Ein etwas bizarrer Spass. Auf dem Parkplatz verabschiedeten wir uns dann voneinander und wir vier Bahnfahrer machten uns wieder auf den Weg zum Bahnhof und mit dem nächsten Zug fuhren wir zurück nach München. Der Tacho sagt: 40 km., 2:30 Std., 1'100 Hm.
Bei Matthias konnte ich dann noch kurz duschen bevor ich wieder alles ins Auto packte und mich auf die Rückreise machte. Als ich losfuhr, war es kurz nach halb acht Uhr abends. Wenn es so gut läuft wie bei der Hinreise, dann sollte ich gegen 23 Uhr zu Hause sein. Nur, leider haute dieser Zeitplan überhaupt nicht hin. Ich stand zweimal im Stau und vertrödelte dabei über zwei Stunden. Als ich am Montagmorgen kurz nach ein Uhr in der Früh nach Hause komme, liegen über 5 Stunden im Auto hinter mir... das war das einzig Frustige an diesem insgesamt sehr schönen Wochenende.
Samstag, 26. September 2009
Heute Morgen bin ich kurz nach halb acht Uhr mit dem Auto nach München losgefahren. Der Verkehr lief recht flüssig und so ging mein Zeitplan sehr gut auf. Kurz vor elf Uhr war ich dann am Ziel, bei Matthias. Wir konnten also noch etwas plaudern und eine Tasse Kaffee trinken, bevor wir uns dann für die Biketour fertig machten.
Vor dem Haus trafen wir auf Philipp, für den ich das Kish 29er zum Probefahren mitgenommen habe. Ein kurzes Hallo, Sattelhöhe einstellen und los gings. Matthias führte uns quer durch die Münchner Innenstadt zum Treffpunkt an der Bavaria, bei der Theresienwiese. Dort traffen wir auf Ellen, Tom, Axel und Daniel. Alle auch mit 29er-MTBs. So waren wir für die Mittagstour eine angenehm grosse Gruppe von sieben Leuten.
Ellen führte und den Isarauen entlang flussaufwärts bis nach Wolfratshausen. Dort wechselten wir die Uferseite und fuhren auf immer neuen Singletrails zurück nach München. Ich kannte viele Wegabschnitte bereits von früheren Touren mit Matthias, doch diese Landschaft ist immer wieder atemberaubend schön. Ellen nannte ein Gebiet "Klein-Kanada", das fand ich noch nett und irgendwie entspricht dies auch in etwa meiner Vorstellung von Kanada...
Abends wollte ich dann ja unbedingt einmal ans Münchner Oktoberfest. Nach einer Dusche machte ich mich mit Matthias mit der U-Bahn auf den Weg "auf die Wiesn". Das war dann wirklich sehr speziell. Schon in der U-Bahn sah man dutzende von Dirndl und Männern in Lederhosen. Wer als Münchner etwas auf sich hält, geht also in der lokalen Tracht ans Oktoberfest. Auf dem Festgelände selbst war dann der Teufel los. Menschen aus aller Welt. Meist in Gruppen und meist sehr laut und oft schon ziemlich betrunken. Man hört alle Sprachen und es ist ein dichtes Gedränge. Die Festzelte sind schon wegen Überfüllung geschlossen und vor den Sicherheitsleuten haben sich schon überall wieder lange Schlangen von Wartenden gebildet. Da fanden wir nirgends einen Platz. Auch die Vergnügungsbahnen waren stark besucht, ich schätze mal, dass an diesem Abend etwa 20'000 Leute auf der Wiesn waren. Enorm. Das wohl weltweit grösste Besäufnis. Immer wieder wird man von torkelnden Mitmenschen angerempelt. Sanitäter führen Weggetretene auf Rollbahren davon. Das ist unglaublich.
Wir beschliessen, uns ausserhalb des offiziellen Festgeländes ein feines Abendessen zu suchen und Matthias schlägt den Augustinerkeller vor. Ebenfalls ein typisch bayrisches Brau- und Wirtshaus. Dort kriegten wir dann auch promt einen schönen Tisch auf der Dachterasse. Das war wirklich schön. Am Tisch nebenan, acht Enländer/innen, hinter uns eine Gruppe Holländer. Alle in bester Bierlaune. Ich bestellte mir auf Empfehlung von Matthias den herzhaften Schweinebraten mit Kartoffelknödel und dunker Biersauce. Ja, das hat wirklich sehr gut geschmeckt. Das war ein guter Tipp.
Nach dem Essen, so gegen halb elf Uhr nachts, machen wir uns auf den Rückweg und durchqueren dabei nochmals das Festgelände. Noch immer hatte es sehr viele Leute, doch der Anteil Betrunkener ist in der Zwischenzeit bedenklich angestiegen. Gute Stimmung! . Wir schauen uns noch ein paar spektakuläre Vergnügungsbahnen an und lassen den Tag gemütlich ausklingen, bevor wir dann wieder mit der U-Bahn zu Matthias nach Hause fahren. Kurz nach Mitternacht löschen wir das Licht. Das war ein schöner Tag. Das neue GPS-Gerät sagt: 72 km., 4:20 Std., 650 Hm.
Samstag, 8. November 2008
In der heutigen Zeit darf man freiwillig nicht einfach nur mehr irgend etwas tun, sondern man sollte es galanterweise für einen guten Zweck tun. Deshalb bin ich heute Mittag nicht einfach nur eine Runde Mountainbike gefahren, nein, ich bin eine Runde für den Weltfrieden gefahren.
Eine Marathondistanz für Barak Obama, für eine bessere Welt und all den "Change", den wir brauchen. Ich hatte einfach Zeit, kein wirkliches Ziel und konnte meine Gedanken treiben lassen...
Gestern abend war ich an einer Klassenzusammenkunft... interessant... die Finanzkriese und meine Versuche die Sache halbwegs zu verstehen... schwierig... Beziehungen... Wetter und Klima... Herbst hat etwas Melancholisches... Selbst das leuchtende Laub zeigt irgendwie zum dunklen Ende hin, das unweigerlich folgen wird... an einem so schönen Tag wie heute ist es aber eine süsslich warme Melancholie. Nichts wirklich Tragisches, keine Bitterkeit... nicht unangenehm.
Man braucht nun nicht mehr zu hetzen, Tempo spielt jetzt keine Rolle mehr. Der Weg ist das Ziel. Es geht nicht mehr darum Erster zu sein, sondern überhaupt zu sein. Im einzigen Jetzt. Anzukommen. Und dann durchströmt mich jeweils dieses warme Gefühl. Aufgehoben sein in Dankbarkeit. Hey! Sieh hin, wie wundervoll alles ist! Wie alles ist und wie Du Teil davon bist. Wertfrei - wertvoll. Ein Wunder! Der Tacho sagt: 42 km., 2:06 Std., 480 Hm.
Donnerstag, 6. November 2008
Nachdem wir gestern nach Hause gekommen sind, hatte ich heute noch einen freien Tag, bevor es dann morgen wieder zur Schule geht. Es war also klar, dass ich heute noch eine kleine Bikerunde fahren würde.
Ich stand erst spät auf, frühstückte gemütlich und las dabei wieder einmal ausgiebig die Zeitung. Schon fast wie ein kleiner Sonntag. . Danach checkte ich das Wetter. Ein feuchter Nebeldeckel lag über dem Tal, die Temperatur war unter 10° Grad. Nicht wirklich einladend. So gegen 13:00 Uhr war ich dann entsprechend eingekleidet und bereit um herauszufinden, ob auf dem Irchel mit knapp 700 Metern über Meer wohl noch ein kleines bisschen Sonne zu finden ist oder nicht.
Ich startete gemütlich und war überrascht, wie nass der Boden war. Mir fehlen sieben Tage lokales Wetter und schon bald merke ich deutlich, dass in dieser Zeit wohl einiges los war. Immer wieder umgeknickte Bäume und abgebrochene Äste, die den Weg versperrten. Ich musste mehrmals absteigen und das Bike über Hindernisse tragen. Das muss der Schneefall von letzter Woche gewesen sein. Die Schäden deuten auf schweren Schnee hin, der viele Büsche niederdrückte. Auch der Boden war triefend nass und bald spritzte der Dreck an mein schönes weisses Fahrrad...
Zeitweise war es etwas gespenstisch. Ich fuhr oft mitten in der Nebeldecke, dabei es war ganz still. Die feuchten Blätter am Boden dämpften die Rollgeräusche, es windete fast gar nicht. Oben beim Irchelturm habe ich dann seit langem wieder einmal ein Standardfoto gemacht. Auch die weitere Strecke, entlang des Hügelzugs bis zur Hochwacht, war gespickt mit Ästen und Sturmholz.
Für den steilen Downhill runter zum Parkplatz bei Teufen war es heute eindeutig zu nass und so wählte ich eine einfachere Variante, in der ich den ersten, sehr steilen Abschnitt umfahren konnte. Dabei fiel mir auf, dass der Wald nun wirklich braun geworden ist. Das Grün ist weg, nun bestimmt eindeutig Braun. Und auch das in allen Schattierungen, von gelb-braun über rot-braun bis zu braun-schwarz.
Nach zwei Stunden hatte ich dann langsam genug und ich steuerte den Heimweg an. Dabei machte ich einen Abstecher zur Autowaschanlage, wo ich das INTENSE per Hochdruckreiniger vom grössten Dreck befreite. Das ist bestimmt nicht die beste Variante, doch die einfachste und schnellste.
Ich bin wieder angekommen. Die Runde hat mir gut getan. Der Tacho sagt: 34 km., 2:25 Std., 820 Hm.
Dienstag, 14. Oktober 2008
Als es am Nachmittag immer sonniger wurde, habe ich schon mal verstohlen aus dem Bürofenster geguckt und mich auf die Bike-Heimfahrt-mit-Umweg gefreut. Bis ich dann jedoch soweit war, war es schon kurz vor 18:00 Uhr und ich auch schon etwas müde. Nein, nichts wirklich Anstrengendes, ich will nur noch etwas den Feierabend geniessen und das eine oder andere schöne Foto schiessen. Es war angenehm warm, nahe 20° Grad. Ein wirklich schöner Herbstabend.
Ich fuhr dabei um den Flughafen Kloten. Für ein erstes Foto drapierte ich das KISH parallel zur Startbahn. Ein paar hundert Meter weiter dann direkt "center line" unter dem Abflug. Ich hätte die Flugzeuge gerne grösser draufgekriegt, doch dann wäre ja das KISH nicht mehr vollständig drauf. Und das geht ja gar nicht.
Später kam ich dann an der Landepiste vorbei. Wie man sieht, war es schon einiges dunkler. Ich weiss nicht genau wie tief da die Flugzeuge sind, doch sie sind wirklich unmittelbar vor der Landung. Nachdem die Maschinen vorbei sind, entstehen zeitweise Luftverwirbelungen, die man hören kann. Es ist ein sausen und zischen. Das finde ich immer wieder beeindruckend.
Auf dem Heimweg wurde es dann immer dunkler und der Mond stand gut sichtbar am Horizont. Vollmond? Ja, die heutige Nacht ist eine Vollmondnacht. Schön. Ich versuchte das zu fotografieren, was mir aber überhaupt nicht gelang. Ich hatte das Gefühl, der Mond sei gross, klar und deutlich zu sehen, doch auf den Fotos bleibt eigentlich nur ein heller Fleck. Rechts versuchte ich explizit auf dem Mond zu fokusieren. Als ich dann am PC das Bild ansah bemerkte ich, dass die Bildschärfe jedoch voll auf dem Rahmen liegt. Und da ist das Bild so scharf, dass man sogar den Rost an den Schaltzügen erkennt. Zwar daneben und doch nicht schlecht.
Zuhause rundete ich meinen Fotoabend dann noch mit diesem Bild ab. Dazu fällt mir ein: ENERGIE, Pasta, Kohlenhydrate, Vorrat, echter Genuss, Italien, mediterran, Lebensfreude. Natürlich gab es zum Abendessen dann gleich eine erste, leckere Portion. Genau die richtige Abrundung, für einen schönen Abend.
Sonntag, 5. Oktober 2008
Peter hatte schon eine ziemlich klare Vorstellung von der Tour, die er Heute mit mir machen wollte und im ersten Moment war ich von der Idee, zuerst mit dem Auto eine halbe Stunde bis zum Startort zu fahren, nicht wirklich angetan. Als er mir beim Kaffe dann aber auf der Singletrailmap all die blauen, roten und auch schwarzen Trails zeigte, die ab Gibswil erreichbar wären, konnte ich nicht mehr wirklich Nein sagen. Damit ich nicht den ganzen Tag verbike, einigten wir uns auf eine eher kurze Oberland-Singletrailrunde.
Kurz nach elf Uhr starteten wir also in Gibswil auf etwas über 700 Metern über Meer und es war noch empfindlich kalt. Viel mehr als 5° Grad werden es nicht gewesen sein. Stahlblauer Himmel! Kalte, saubere Luft, ausgezeichnete Fernsicht. Wunderbar farbige Wälder und gezuckerte Bergspitzen, dahinter ein Alpenpanorama vom Feinsten, ganz in weiss. Es ist unglaublich, in welch schöner Umgebung wir leben...
Im Aufstieg zu unserem gesuchten "Herbsttrail" haben wir uns irgendwie verfahren und irgendwann war nur noch schieben möglich. Der Pfad wurde immer steiler und ab etwa 1'100 Metern kamen dann auch die ersten kleinen Schneereste. Was für ein Weg?!?! Immer steiler. Sollen wir umdrehen? Nein, weit kann es nicht mehr sein und wo es hoch geht, geht es auf der anderen Seite meist auch wieder runter und oft findet man so die besten Trails.
Am höchsten Punkt machten wir eine kurze Verschnaufpause und konsultierten die Karte. Hmm. Wir sind zu hoch. Wir müssen nordwärts dem Wanderweg entlang nach unten. Cool! Nordwärts! Auf er Schattenseite liegt noch Schnee! Das wird ja lustig! Schnee zu Anfang Oktober, unglaublich! Wir mussten tätsächlich ein kleines Schneefeld überqueren, wo noch knappe 10cm Schnee lagen. Irgendwie surreal. Noch grüne, erst angefärbte Bäume und daneben Schnee...
Beim Restaurant Schindelberg (links, im Hintergrund) machten wir dann unsere Mittagspause und genehmigten uns eine Portion Käse und geräucherten Bauernschüblig. Durch den Schnee und das viele Wasser auf den Wegen waren wir und unsere Bikes schon ziemlich eingedreckt. Etwas an der Sonne sitzen kam da ganz gelegen. Nun waren wir am Anfang des "Herbsttrails". Wir fuhren nicht wie sonst meist, rechts hoch zum Schnebelhorn, nein, wir blieben vorerst auf der gleichen Höhe und danach führte der gesuchte Trail aussen entlang der Schnebelhornsüdflanke, bevor es dann steil runter zur Tössscheidi ging. Super! Zeutweise etwas ruppig und mit viel Gestrüpp, aber gut.
Die Anfahrt hat sich wirklich gelohnt. Nur, nun standen wir so ziemlich am tiefsten Punkt des Tages und der Weg von der Tössscheidi hoch zur Wolfsgrueb ist ein echter Killer. Zum Schluss wird es immer steiler und bleibt langanhaltend sehr steil. Wir beide haben uns im allerkleinsten Gang hochgequält, mit Puls jenseits 170. Doch wir sind alles gefahren und mussten nicht schieben! Super! (Eigentlich war es so: Ich fuhr hinter Peter und dachte, ich steige nicht eher ab, bevor er nicht absteigt. Er hörte hinter sich mein Keuchen und dachte, solange er nicht absteigt, darf ich nicht schwächeln.
und so haben wir uns gegenseitig da hochgezogen...).
Um etwas Zeit zu sparen fuhren wir von da den selben Weg zurück, den wir zu Beginn der Tour hergekommen sind. Beim runterollen konnte man sich nochmals etwas an der herrlichen Umgebung sattsehen. Sehr schön. Das war eine echt tolle Tour, mit echt tollen Bildern. Auch wenn wir sie so vermutlich nie mehr fahren werden, denn die 200 Höhenmeter schieben waren schon etwas heftig. Wenn man das umfahren kann, gerne wieder. Danke an Peter. Nicht nur fürs guiden und die tollen Fotos. Der Tacho sagt: 25 km., 2:14 Std., 1'070 Hm.
Als ich zuhause das Bike aus dem Auto lud war klar, dass ich es am besten gleich mit dem Gartenschlauch abspritze und putze. So geht es noch am besten. Eingetrockneter Dreck geht später nicht leichter weg. Also los! Nach dem putzen noch die obligaten Bikebilder. Was mich noch zum Lenkerthema bringt. Da ist das Fazit ganz einfach: Das hätte ich schon viel früher machen sollen! Wirklich! Das Fahrverhalten hat echt gewonnen. Durch die aufrechtere Sitzposition sehe ich zudem mehr. Bergrunter macht es viel mehr Spass und berghoch "geht es noch". Ich lasse es vorerst mal so. Das passt mir gut.