Samstag, 26. Oktober 2013
20'000km
Heute auf dem Nachhauseweg sah ich zufällig, wie die Kilometeranzeige an meinem Motorrad von 19'999 auf 20'000 gesprungen ist.
Seit dem 16. August 2011 besitze und fahre ich nun meine KTM 690 Enduro R. Dieser Töff hat sich als Auto-Ersatz wirklich gut geschlagen. Bisher hatte ich noch keine ernsthafte Panne, kriegte keine Busse und bin -glücklicherweise- noch nie gestürzt. Nach 1'000, 7'500 und 15'000 Kilometer war die KTM in der Garage zum Service, doch sonst musste nie ein Mechaniker Hand an sie legen. Das einzige kleine Manko ist, dass regelmässig, etwa alle 2'500km, die Glühbirne des Abblendlichts durchbrennt und deshalb ersetzt werden muss. Eine Sache von 10 Minuten mit 10 Franken Kosten.
Nach etwa 12'000 Kilometern ersetzte ich den Reifen am Hinterrad. Sonst ist alles noch Original. Als nächstes steht wohl eine neue Antriebskette an, denn diese längt sich in letzter Zeit kontinuierlich und beginnt auch zu scheppern. Ansonsten: Nichts! Einfach nur draufsitzen und fahren! Perfekt! Genauso habe ich mir das vorgestellt.
Ich sehe das Ganze ziemlich pragmatisch. Es ist optisch kein wirklich schönes Motorrad, doch es funktioniert einwandfrei. Die etwa 60 PS sorgen für ordentlich Bums und so bin ich meist recht zügig unterwegs. Vor allem im Stadtverkehr kann ich mir die Fahrt mit einem Auto gar nicht mehr wirklich vorstellen. Da schummle ich mich regelmässig an Autokolonnen vorbei nach vorne. Autos stehen viel zu oft und fahren zu wenig... Auch das ganze Parkplatzthema hat sich mit einem Motorrad erledigt. Da findet man immer einen Platz wo man parken kann, ohne dafür eine Busse zu kriegen. Ganz zu schweigen von den Kosten. Das Motorrad ist ein x-faches günstiger bei Versicherung, Strassenverkehrabgabe und im Unterhalt.
Natürlich gibt es (vor allem im Winter) auch Tage, an denen ich mich gerne in eine Blechbüchse setzen würde. Bei Minustemperaturen oder im strömenden Regen gibt es wirklich besseres als Motorrad zu fahren. Wenn man jedoch ehrlich ist, so sind dies vielleicht 65 Tage im Jahr. An all den übrigen 300 Tagen hat das Motorrad nur Vorteile. Halt, da fällt mir noch ein weiteres Manko ein: Grosseinkauf oder Transport von Gegenständen sind mit dem Töff auch eher ein Problem. In solchen Momenten bin ich natürlich froh, wenn ich auf das Auto meiner Frau zurückgreifen kann.
Alles in allem bin ich jedoch happy mit meiner Entscheidung, statt einem Auto einen Töff zu kaufen. Das hat sich wirklich gelohnt. Ich hoffe, dass mir meine KTM noch viele tausende von Kilometern Freude bereitet.
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