Sonntag, 24. Juli 2011
(40+41) Parco Nazionale del Cilento e Vallo di Diano
Bilder im Fotoalbum (Nr. 578-609)
Nach einer guten Nacht startete ich der Küste entlang in den Nationalpark des Cilento und des Vallo di Dianno. Der Tag begann sehr wolkig, mit nur knapp 25 Grad war es ein idealer Biketag und die befürchtete Hitze des Südens findet wohl ein ander Mal statt.
Die Küstenstrasse bot tolle Einblicke in schöne Badebuchten, war jedoch ein stetes auf und ab. Es war abwechslungsreich und gegen Mittag kam ich nach "Sapri", einer schönen, kleinen Hafenstadt in einer malerischen Bucht. Gleich an der Hauptstrasse sah ich einen einladenden Pizzaimbiss, der mich förmlich zu einem Mittagshalt einlud. Ich lehte das Bike an die Wand, kaufte mir ein schönes Stück Pizza zusammen mit einer Cola und setzte mich unter den Sonnenschirm.
Plötzlich begann es zu regnen und ich war froh, im Trockenen zu sitzen. Es war nur ein kurzer Wolkenbruch, doch sofort kam Hektik auf und viele Leute rannten vom Strand in Richtung der Restaurants, wo sie Schutz unter einem Vordach suchten. Kaum hatte ich den letzten Bissen runtergeschluckt, hörte der Regen auf und liess dampfende Strassen zurück. Petrus muss ein Velofahrer sein, denn bis ich wieder abfahrbereit war, war der Spuk vorbei.
Schon ein paar Kilometer später bog meine Strecke von der Küste landeinwärts ab, denn ich plante die Tropfsteinhöhlen der Bussento-Grotten zu besichtigen. Sofort war der Verkehr weg und ich genoss herrliche Kilometer abseits des Rummels. Das mit der Höhlenbesichtigung hat dann leider nicht geklappt. Im Infozentrum wurde mir erklärt, dass man die Höhlen nur mit Führung besichtigen kann. Dazu müssen es mindestens fünf Teilnehmer sein und die zweistündige Führung koste 25 Euro. Erstens war ich alleine im Infozentrum, zweitens war mir zwei Stunden zu lange, drittens 25 Euro eher etwas zu teuer und viertens erkannte ich auf den ausgestellten Fotos, dass man teilweise durch enge Stellen durchkriechen muss, was nichts für meine (leichte) Platzangst ist.
Dennoch wollte ich ins Tal hinabsteigen um die dortige alte Mühle sowie den Eingang zur Grotte zu sehen. Das hat mir dann auch gut gefallen und somit fand ich das ganze o.k.
Kaum wieder im Sattel kam ich am Bach Bussento vorbei und sah einen kleinen, verwunschenen Rastplatz unter einer alten Brücke. Ich parkte das Velo, nahm meine mitgeführten Esswaren mit und machte nochmals eine schöne Pause. Das Wasser im Bach war ganz klar und ich konnte viele grosse Molche und ein paar Fische sehen. Ich zog die Schuhe aus und watete etwas durch das ziemlich kalte Wasser. Ein wunderbarer Ort. Dieser Halt lohnte sich sehr.
Eigentlich dachte ich, dass mich meine Strecke bald wieder ans Meer führt, doch dem war nicht so. Es folgte Hügel um Hügel und da langsam der Abend anbrach wurde mir klar, dass ich wohl nicht mehr bis zur Küste komme. Macht auch nichts, denn in den Hügeln ist es sowieso ruhiger und kaum hatte ich mich mit dem Gedanken angefreundet, kam ich auch schon an dem schönen Albergo Romeo in "Bosco" vorbei. Ja, das gefällt mir. Ich fragte nach einem Zimmer und als ich die Speisekarte sah, war ich sogar bereit, Halbpension für insgesamt 60 Euro zu buchen.
Das hatte sich dann auch wirklich gelohnt. Die Leute waren sehr nett, das Essen war reichlich und ausgezeichnet und das Zimmer war sauber und sehr ruhig. Ein schöner Tag. Das GPS sagt: 105 km., 6:27 Std., 2´040 Hm.
Am nächsten Morgen war der Himmel noch etwas düsterer und nun hatte es auch keine 25 Grad mehr. Ich machte mir deswegen jedoch keine Sorgen, denn schon bald würde ich wieder am Meer sein und da ist es ja bekanntlich am wärmsten.
Der weitere Tagesverlauf ist eigentlich schnell erzählt. Ich fuhr etwa 100 Kilometer entlang der Küstenstrasse bis nach Agropoli. Da es Sonntag war und die Schnellstrasse weit im Landesinneren verläuft, war dies so ziemlich der verkehrsreichste Tag meiner Veloferien.
Erwähnenswert sind die sehr schönen Orte "Palinuro", "Pisciotta" und "Pioppi". Alle liegen in kleinen Buchten, mit eigenem Badestrand sind wie kleine Ferieninseln. "Pioppi" ist deshalb erwaähnenswert, da hier scheinbar die "mediterrane Küche" erfunden wurde, die wir im Schulunterricht so oft besprochen hatten (hallo Vitaltrainerinnen).
Nur etwa 10 Kilometer vor Agropoli liegt der Ort "Santa Maria di Castellabate", der wirklich super malerisch ist und da hätte ich schon fast ein Hotel gesucht. Ich tat es nicht, weil ich irgendwie die fixe Idee im Kopf hatte, bis zum Golf von Salerno zu fahren und dieser beginnt halt erst bei Agropoli. Ausserdem fand ich den Namen spannend und der Karte nach zu urteilen sollte der Ort auch so gross sein, dass ein Hotel leicht zu finden sein wird.
Da ich in all den oben erwähnten Orten mindestens eine Kaffeepause machte, dauerte es ziemlich lange und bis ich endlich in Agropoli war, war es schon nach sechs Uhr abends. Auf der Küstenstrasse war auf beide Seiten stockender Kolonnenverkehr, doch Hotel gab es viele. Zuerst versuchte ich es bei zwei Bed&Breakfast, die jedoch beide voll waren. Dann kam ich zum Hotel Serenella. Ich kriegte ein Zimmer in der obersten Etage, mit einer Traumaussicht auf Meer, musste dafür jedoch 55 Euro bezahlen. Was soll´s, ich war zu müde um noch lange zu suchen.
Die gute Lage, mit den vielen kleinen Restaurants in der Umgebung machten es wett. Abends spazierte ich noch etwas der Strandpromenade entlang (wie ein echter Italiener dies am Sonntagabend tut) und ass in einer kleinen Pizzeria. Das GPS sagt: 117 km., 6:24 Std., 1´300 Hm.
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