Sonntag, 22. Februar 2009
Sonntagstour
Obwohl gestern besseres Wetter war, konnte ich nicht biken. Ich musste Teppiche ansehen und aussuchen. Dies deshalb, weil wir im Obergeschoss zwei Räume tauschen wollen und bei der Gelegenheit gleich ein Teppich verlegt werden soll. Meine Frau und ich wollen uns da ein schönes Arbeitszimmer einrichten.
Heute morgen schneite es feinen, schweren Nassschnee. So gegen elf Uhr hörte es dann auf und zur Wetterakklimatison schippte ich draussen mal die Garageneinfahrt frei. Es war nicht wirklich kalt, 2 oder 3° Grad über Null. Der ganze Himmel war wolkenverhangen, doch es sah so aus, als ob es nicht gleich wieder zu schneien anfangen würde.
Gestern habe ich mir in einem Outlet-Shop ein paar tolle Wanderschuhe gekauft und heute wollte ich mal mit den Plattform-Pedalen und den Wanderschuhen fahren. Ich dachte, dass ich so weniger schnell an die Füsse friere, weil keine Klickpedalverbindung aus Metall besteht. Ich habe mir zu Beginn des Winters mal ein paar weisse Bärentatzen-Pedale gekauft, die ich im Winter am weissen Intense-Bike testen wollte. Da es mir aber bisher an den nötigen Schuhen fehlte, kamen sie noch nicht zu Einsatz. Hmmm... ich wollte eigentlich mit dem Kish eine Strassenrunde drehen. Schreiend weisse Pedale an diesem edlen Bike? Das geht ja gar nicht! Egal. Ich will es ausprobieren und deshalb schraube ich die Pedale ans Kish und ziehe die neuen Wanderschuhe an.
Ich fuhr zuerst nach Bassersdorf, wo die Vorbereitungen auf den Fasnachtsumzug in vollem Gange waren. Überall besammelten sich Guggemuusig-Gruppen. Viele lustig bemalte Fahrzeuge mit unterschiedlichsten Aufbauten, überall Musik, gute Stimmung, Festwirtschaften. Ich habe mir vieles angesehen und über manche Anspielung geschmunzelt. Natürlich waren die Finanz- und Weltwirtschaftskrise zusammen mit den Manager-Boni die Hauptthemen. Ja, für diese Fasnacht standen genügend Sujets zur Auswahl, die man nur noch mit Humor und Zynismus ertragen kann...
Später fuhr ich dann noch an das Zürcher Seebecken und machte da wiedereinmal ein Bild von der Quaibrücke. Diesmal mit Blickrichtung Süd-West, mit der Albiskette im Hintergrund. Das Zürcher Stadthaus wird derzeit renoviert und aussen an der Gerüstfassade ist ein riesiges Poster angebracht. Es zeigt einen pinkfarbenen Pudel. Der passt gut zu den pinkfarbenen Naben des Kish
. Natürlich kriegt man Beides gut sichtbar kaum auf ein gutes Bild. Der pinkfarbene Pudel hat mir aber trotzdem so gut gefallen, dass ich noch ein Foto machte.
Auf der Rückfahrt begann ich dann auch in den Wanderschuhen langsam an zu frieren. An der Zehen und im Vorderfuss. Weil ich etwas mehr Platz im Schuh habe als in den Bikewinterschuhen, konnte ich zwischendurch die Zehen etwas bewegen und so die Blutzirkulation ein bisschen anregen. Ich war jedoch überrascht, wie schwer ich mich mit Pedalen ohne Klickverschluss zurecht kam. Ich vermisste mehrfach diese Verbindung. Wenn man den Fuss hinten hochzieht, so hebt man ihn vom Pedal ab und zieht dieses nicht nach oben mit. Oder, die Profilierung des Pedals und der Schuhsohle passt nicht optimal überein. Wenn alle Pins am Pedal in den Zwischenräumen des Sohlenprofils zu liegen kommen und man so eigentlich den besten Stand hat, dann zeigen die Fersen leicht nach innen und das ist für das Knie bestimmt nicht ideal. So fand ich heute öfters, dass ich mich etwas wacklig auf dem Pedal fühlte. Hmmm... mal sehen wie sich der Winter weiter entwickelt.
Ich habe die heutige Tour wirklich gebraucht und konnte sie auch entsprechend geniessen. Es war zwar immer stark bewölkt, doch es hat während der rund vier Stunden in denen ich draussen war, nie geschneit oder geregnet. Winter-Strassentouren mit dem Kish haben ein besonderes Flair. Meist fahre ich damit auf der Strasse, eher gemütlich und die Bewegung wird schnell gleichförmig und meditativ. Ich kann so in zwei, drei Stunden Fahrzeit geistig sehr gut durchlüften und neue Kraft schöpfen. Oder wie ich auch schon geschrieben habe, ich tanke mich mit frischem Sauerstoff auf. Der Tacho sagt: 52 km., 2:56 Std., 440 Hm.
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