Sonntag, 2. November 2008
Ferienmuffel
Jetzt -wo ich in den Ferien bin- gestehe ich, dass ich langsam zum Ferienmuffel mutiere. Je älter ich werde, desto weniger gerne reise ich noch weit weg. Ich bekunde zunehmend Mühe, mich auf sehr fremde Umgebungen und Kulturen einzulassen. Ich bin schnell reizüberflutet und deshalb kapsle ich mich dann in solchen Situationen eher ab, als dass ich mich öffen könnte. Und so vermiese ich mir oft selbst wunderbare und einzigartige Erlebnisse und Erfahrungen, die ja genau solche Reisen in ferne Länder zu bieten hätten. Das ist irgendwie blöd. Vor allem auch für meine Frau, die sehr gerne weit weg reist...
Nun ja, auf der Gegenseite stelle ich halt zunehmend fest, wie schön wir es hier in der kleinen Schweiz und im nahen Europa doch haben. Wie vielfältig unsere Natur ist, wie gut ausgebaut unsere Infrastruktur und dass es noch tausend schöne Ecken gibt, die ich noch nicht gesehen habe. Wieso soll ich also in die Ferne schweifen, wenn das Schöne liegt so nah?
Ich liebe es, mit dem Fahrrad in die Berge zu fahren, mich in schöner Umgebung zu bewegen und dann abends wieder in die sichere Zivilisation zurückzukehren. Die europäischen Alpen sind ein wunderbarer Spielplatz für Mountainbiker. Und sollte ich dereinst mal nicht mehr biken können oder wollen, würde ich vermutlich zu wandern beginnen. Einfach "draussen sein", die Natur mit ihren Jahreszeiten erleben und Teil von ihr sein, solange man eben Teil von ihr ist, das ist mir wichtig und dafür muss ich nicht weg, ich brauche einfach Zeit. Lebenszeit. Und Gesundheit. Vor allem Gesundheit.
Mal sehen, wie sich das in den kommenden Jahren weiter entwickelt.
PS: Das Einzige, was der Schweiz fehlt, ist ein Palmenstrand mit Meer, bei permanent 26° Grad im Schatten, mit kristallklarem Wasser und lauter schöner Menschen.
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Hansruedi am :