Dienstag, 16. September 2008
wetterfühlig
Brrr... mir ist kalt.
In den letzten Tagen fällt mir wieder einmal auf, wie sehr mein Gemütszustand vom jeweils aktuellen Wetter abhängig ist und vor allem, dass ich mich nicht so schnell anpassen kann, wie sich zeitweise das Wetter und damit auch die Temperatur ändert. Mein Kopf weiss zwar, dass 12° Grad nicht wirklich kalt ist, weil mein Körper jedoch noch auf 22° Grad Umgebungstemperatur eingestellt ist, friert mich jetzt. Ja, die zehn Grad Unterschied von der letzten zu dieser Woche fahren mir richtig ein...
Samstag und Sonntag regnete es mehrheitlich, gestern fielen noch letzte Tropfen und heute war es einfach nur noch kalt. Immerhin zeigte sich im Laufe des Nachmittags endlich die Sonne wieder einmal und man konnte beim Blick aus dem Fenster zumindest erahnen, wie schön doch auch der Herbst sein könnte. Ich brauchte diese Sonnenstrahlen. Meine Stimmung brauchte endlich wieder Sonnenschein, Wärme, Wonne. Längere Schlechtwetterperioden ziehen mich herunter und stimmen mich depressiv. Unschön, aber wahr.
Deshalb mag ich auch Nebel oder -noch schlimmer- Hochnebel überhaupt nicht. Unnützes Zeugs, das nur den Blick auf die Sonne verwehrt. Das Beste am Nebel ist, wenn man ihn überwindet und von oben, im Sonnenschein, auf ihn herunterblicken kann. Es nebelt dann immer auch irgendwie in meinem Geist. Wie singt Gölä? "... hätt i Flügel zum flüge, flög i mit de Vögel furt u chäm nie meh hei. In es Land ohne Näbel u ohni Räge, in es Land wo sie Sunne hei." - So schön, da fühle ich voll mit.
Mein Pensionstraum: Ein abgelegenes kleines Haus in den Bergen. Ein Maiensäss oder ein kleines Chalet höher als 1'000 Metern über Meer gelegen. Ich will Berge, ich will Wälder und am liebsten noch einen Bach oder See. Einfach Wasser, frisches, klares Wasser. Ich will einen weiten Blick auf Berge und Täler, vielleicht einen kleinen Gemüsegarten oder ein paar Obstbäume... ein abgesichertes "zurück zur Natur". Ja, so könnte ich mir das gut vorstellen. Auch deshalb weil ich denke, dass man so das Wetter noch direkter erfahren kann, dass man der Natur, dem Wetter nicht nur ausgesetzt ist, sondern dass man auch lernt, Zeichen zu deuten, den Lauf der Dinge zu erkennen und sich ihnen hinzugeben. Dankbar hinzugeben.
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