Samstag, 13. Dezember 2008
Samstagsbiken
Heute war ich auf elf Uhr zum Biken verabredet und vorher musste ich noch einkaufen gehen. Deshalb stellte ich den Wecker auf 08:30 Uhr. Als der dann klingelte und ich ihn abstellte, hüpfte unser Kater ins Bett und wollte noch 5 Minuten schmusen. O.K. Ich war ja nicht in Eile und konnte locker auch noch eine halbe Stunde liegen. Ich bin dann wieder eingeschlafen und als ich das nächste Mal auf den Wecker schaute, zeigte dieser 09:54.
Neun Uhr ist schon mal nicht schlecht. Aber 54? Moment! Das heisst eigentlich, es ist kurz vor zehn Uhr. Hmmm. Ungünstig. Als raus aus der Kiste, Gesicht waschen, Haare kämmen, Deo unter die Achseln schmieren und ab in die Klamotten. In der Küche noch kurz eine Ovo trinken und ein Stück Brot essen und dann nichts wie los, mit dem Auto ins Einkaufszentrum. Zum Glück hatte es heute nicht wirklich viele Leute und ich hatte meine Sachen rasch zusammen. Danach wie der Blitz nach Hause, die frischen Sachen im Kühlschrank verstauen und rasch die Bikekleider zusammensuchen. Als ich um Punkt elf Uhr vor das Haus trete, sind die ersten Biker schon da. - Das war nichts, mit einem ruhigen Morgen und doch hat noch alles geklappt.
Zu fünft machten wir uns auf den Weg in Richtung Irchel. Zum Start war es trocken und noch leicht neblig, die Temperatur lag wohl knapp unter dem Gefrierpunkt. Mit dem Schnee der letzten Tage also durchaus interessantes Bikewetter. Es war nicht absehbar, ob die Trails auf dem Irchelkamm wirklich fahrbar waren oder ob zu viel Schnee lag und wir viel schieben müssen. Nach dem Anstieg durch den Hueb-Rebberg durchstiessen wir den Nebel und konnten erstmals blauen Himmel sehen. Schön, sehr schön.
Wie Wege wurden zusehens verschneiter und die schneebedeckten Äste zuckerten die Bäume. Das Waldstück bis zum Irchelturm verbreitete schon fast so etwas wie Weihnachtsstimmung. Dass der Schneee Geräusche dämpft, mag ich sehr. So ist es im Wald zeitweise richtig still und man hört nur noch die selbsterzeugten Geräusche. Der Schnee knirscht unter den Reifen, die Atmung arbeitet stark und regelmässig, das Blut fliesst warm durch die Adern und die kalte Luft erfrischt maximal. Schnee- und Winterbiken ist die Zeit, in der selbst ich lieber berghoch fahre als bergrunter. Berghoch hat man oft Zeit um die schöne Natur zu betrachten, man hat schön warm und die Sturzgefahr ist minimal. Das sieht dann runter oft etwas anders aus.
Kurz vor dem Irchelturm trafen wir dann auf zwei andere Biker und einer davon war David, vom t-error-Blog. Natürlich unterhielten wir uns kurz und machten gegenseitig Fotos, für den Blog.
. Oben konnte ich dann das "Standardfoto" nicht wie gewohnt machen, denn die ca. 10cm Schnee auf der Holzliege machten mich nicht gerade an, mich da drauf zu setzen. Man kann das Bild mal mit dem vom z.B. 28.07.2007 vergleichen...
Der Gratwanderweg von Irchelturm zur Hochwacht war dann ein richtiges Kraft-Workout. Der Schnee war ziemlich tief und man durfte nicht zu langsam werden, sonst sank man tiefer ein und es wurde nur noch schwerer. Mein Puls war da bestimmt über 10 Minuten lang jenseits von 165 und während der Anstrengung spielte mir mein Geist das Lied "The final countown" vor. Das wohl in Erinnerung an einen Rocky-Film mit Silvester Stallone. Dieser trainierte in diesem Film irgendwo in einer tiefverschneiten Gegend auf den entscheidenden Boxkampf. Dabei rannte er in hüfttiefem Schnee einen Hügel hinauf und zeigte ein unglaublich hartes Trainingsprogramm. Dazu lief "The final countdown." Nein, halt, das stimmt gar nicht! Das Lied im Film war doch "The eye of the tiger" oder etwa doch nicht? Egal. Mir spielte mein Geist heute "the final countdown" vor...
Der gewählte Weg runter von der Hochwacht machte dann richtig Spass. Erst pflügten wir eine normalerweise harmlose Schotterstrasse runter, die heute richtig schwierig zu fahren war, weil Reiter mit ihren Pferden tiefe Löcher in den Schnee getreten hatten und es so für uns ziemlich holprig wurde. Danach querten wir die Hangflanke ein Stück weit, bevor wir noch einen schönen Singletrail runter zum Parkplatz von Teufen mitnahmen. Von da fuhren wir dann wieder mehrheitlich auf Kies- und Asphaltstrassen zurück. In der Zwischenzeit war die Temperatur wohl über den Gefrierpunkt geklettert, denn nun wurden die Wege zusehens nasser und Dreck und Wasser spritzte hoch. Das hätte ich eigentlich nicht mehr gebraucht, doch es gehört an Tagen wie diesen wohl einfach dazu. Zum Schluss belohnten wir uns mit einem Besuch in Rest. Hirschen in Lufingen wo wir standesgemäss unsere Winter-Kafi-Lutz genossen. Es war heute wieder eine sehr schöne Tour. Die verschneite Landschaft ist einfach prächtig anzusehen und mir machen auch die speziellen Fahr-Verhältnisse richtig Spass. Ja, es hat sich (wie immer) gelohnt.
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